23.09.2022, 10:00 bis ca. 17:00 Uhr Infostand in Schwetzingen auf den kleinen Planken

Am Freitag, 23.09.2022 sind wir von 10:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr in Schwetzingen auf den kleinen Planken, um die Bevölkerung über die aktuelle Lage im Entenpfuhl zu informieren und Unterschriften gegen die Abholzung des Entenpfuhls zu sammeln. 


	

Begehung Entenpfuhl mit CDU MdL Andreas Sturm

Am Samstag, 17.09.2022 um 10:00 Uhr trifft sich der Landtagsabgeordnete Andreas Sturm mit der Bürgerinitiative „Rettet den Entenpfuhl“ zu einer Begehung des Waldareals am Parkplatz der Hundewiese in Ketsch (verlängerter Heuweg). 

Andreas Sturm wird von der örtlichen CDU und Jungen Union begleitet und möchte sich ein Bild über den aktuellen Zustand des Entenpfuhls machen, insbesondere nach den heißen Sommermonaten. 

Ziel ist es den Wald am Entenpfuhl weiter zu erhalten. 

Die Bevölkerung ist herzlich zu diesem Termin eingeladen.

Grundwasserschutz als höchstes Gut

Entenpfuhl: Dr. Andre Baumann ist bei der Bürgerinitiative zu Gast und kann dort für Beruhigung sorgen

Umweltstaatssekretär und Grünen-Landtagsabgeordneter Dr. Andre Baumann (3. v. r.) ist bei der Bürgerinitiative „Rettet den Entenpfuhl“ und steht Rede und Antwort zum geplanten Kiesabbau in dem 42 Hektar großen Waldstück auf Schwetzinger Gemarkung.  Bild: Widdrat

UMWELTSTAATSSEKRETÄR UND GRÜNEN-LANDTAGSABGEORDNETER DR. ANDRE BAUMANN (3. V. R.) IST BEI DER BÜRGERINITIATIVE „RETTET DEN ENTENPFUHL“ UND STEHT REDE UND ANTWORT ZUM GEPLANTEN KIESABBAU IN DEM 42 HEKTAR GROSSEN WALDSTÜCK AUF SCHWETZINGER GEMARKUNG. BILD: WIDDRAT

Bericht aus der Schwetzinger Zeitung von Volker Widdrat am 25.07.2022

Heinz Eppel und Werner Zieger vom Vorstand der Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Entenpfuhl“ freuten sich, dass Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann sein Versprechen eingelöst hat. Der Grünen-Landtagsabgeordnete kam am Freitagabend vor Ort zu einem Rundgang durch das 42 Hektar große Waldgebiet, in dem die Firma Krieger aus Neckarsteinach Sand und Kies abbauen möchte (wir berichteten mehrfach).

Baumann war vorher mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk bei der Aufsichtsratssitzung von Forst BW und anschließend bei einer Exkursion durch die Schwetzinger Hardt gewesen. Gegenüber den zwei Dutzend Teilnehmern des BI-Treffens sprach er von einem „desolaten Zustand“ und einer „ökologischen Katastrophe“ für den Hardtwald. Kiefern und Buchen seien krank, Kermesbeere und Spätblühende Traubenkirsche breiteten sich aus.

Er sei an diesem Tag bei der BI nicht als Staatssekretär und Landespolitiker zu Gast, meinte Baumann. Für die Genehmigung für eine geplante Auskiesung im Entenpfuhl sei allein das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig. Regionale Abbaustätten seien zwar wichtig, aber noch wichtiger sei es, das Wasserschutzgebiet zu bewahren: „Der Grundwasserschutz ist das höchste Gut.“

Das „grandiose Gebiet“ hier versorge Zehntausende Menschen mit Wasser. „Ein Baggersee schafft eine Wunde für das Grundwasser, Schadstoffe könnten nicht mehr so einfach von den Brunnen weggehalten werden“, führte er aus und lehnte das Entenpfuhl-Projekt ab. Durch eine Nassauskiesung, die wegen der geplanten Schutzzone nach dem Wassergesetz Baden-Württemberg sowieso unzulässig wäre, werde das Wasserschutzgebiet Schwetzinger Hardt gefährdet. Das Landratsamt habe auch noch keinen Antrag der Firma Krieger vorliegen, die Unterlagen seien nicht vollständig, so Baumann: „Ich bin da ganz entspannt und mache mir noch keine Sorgen.“

Die Teilnehmer des Treffens hörten es mit Freude. Die Runde diskutierte über eine nachhaltige Rohstoffnutzung zum Schutz der Wälder und über das Thema Windkraftanlagen. Baumann plädierte für eine klimafreundliche Rohstoffgewinnung und eine nachhaltige Baupolitik. Ziel sei, den Betonbau zu reduzieren und mehr Recyclingbeton zu verwenden. Das Land habe längst ein Konzept für eine nachhaltige Gewinnung und Nutzung mineralischer Rohstoffe. Das könne sogar in den örtlichen Bebauungsplänen festgelegt werden, warf Baumann manchen Gemeinden vor, hier „verlogen“ zu sein: „Gegen den Kiesabbau sein, aber in den Gemeinderatssitzungen die Bebauungspläne mit klimaschädlichem Beton dann durchwinken.“ Um Ökologie und Ökonomie zusammenzubringen, brauche man in den nächsten Jahren bei den Windrädern „einen massiven Zubau“ für die Energieversorgung. Zwischen drei und fünf moderne Windräder könnten im Entenpfuhl errichtet werden. Im Wahlkreis gebe es nur eine geeignete Fläche für Windkraftanlagen und dieses Areal reiche vom Wald bis zu den Äckern bei Ketsch. Die Windräder, ein halber Hektar pro Anlage reicht, könnten dann die Bürger hier mit Strom versorgen. BI-Vorstand Werner Zieger sind eineinhalb Hektar Rodung natürlich lieber als die 42 Hektar im Falle eines genehmigten Kiesabbaus. „Windräder zerstören keinen Lebensraum“, bekräftigte Baumann.

Kohle und auch Gas müssten ersetzt werden. Außerdem sei der Entenpfuhl laut der Karte der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg eine geeignete Stelle für Windräder, die zudem wirtschaftlich betrieben werden könnten. Die Waldflächen zwischen der B 39 und der A?6 würden sich ebenso für den Windkraftausbau eignen. Abschließend ging Baumann noch auf eine mögliche Geothermie-Nutzung ein. Die GeoHardt GmbH als Tochtergesellschaft von MVV und EnBW strebt eine Förderung von heißem Wasser aus der Tiefe an. Baumann sieht geeignete Bereiche für eine Nutzung von Erdwärme in der Region. Zwischen drei und fünf Werke für die Wärmeversorgung könnten es hier schon sein, plädierte er für die Geothermie.

Am 22.07.2022 um 17:00 Uhr im Entenpfuhl

Gemeinsam mit Hr. Dr. Andre Baumann, Landtagsabgeordneter und Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft werden wir am 22.07.2022 um 17:00 Uhr eine vor Ort-Begehung im Entenpfuhl durchführen. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Hundewiese (Heuweg) in Ketsch. Vor Ort, können alle interessierten Bürger Fragen zu den Themen Kiesabbau und deren Begleiterscheinungen stellen. Ein weiteres Thema ist Windkraft bzw. Windräder in der Region. Wir wissen alle, wie wichtig Energie für unseren Alltag ist. Die aktuelle politische Lage macht es uns und unseren politischen Vertretern nicht einfacher. Daher kommt, stellt eure Fragen und bringt eure Ideen mit ein, damit auch noch unsere Kinder und Enkel mit Freude in dieser Welt leben können.

Bürgerinfo zum geplanten Kiesabbau im Entenpfuhl.

Am 24. Oktober laden wir alle Interessierten ein, sich ab 10:00 auf dem Marktplatz in Ketsch über das Vorhaben der Firma Krieger im Entenpfuhl, über die ökologischen Folgen, und über die Arbeit unserer Bürgerinitiative zu informieren. Aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter stehen vor Ort bereit, um eure Fragen zu beantworten.

Besuch im Wasserwerk: Wald ist unersetzbar.

Am Donnerstag, den 20. Februar 2020, hatten Mitglieder und Vorstand der BI „Rettet den Entenpfuhl“ die Gelegenheit, das Wasserwerk „Schwetzinger Hardt“ zu besichtigen.

Eingeladen hatte dazu die CDU Ketsch. Bei der Führung durch das Werk konnten die Gäste erleben, wie unser aller Wasser aufbereitet wird, bevor es bei uns aus der Leitung kommt. Am erstaunlichsten dabei war, dass unser Wasser so gut wie keine Aufbereitung braucht. Das Einzige was es braucht ist, dass das im Erdreich reichlich vorhandene Eisen und Mangan herausgefiltert werden muss. Ansonsten muss kaum noch etwas damit gemacht werden. Eigentlich könnte man es direkt aus den Förderbrunnen trinken jedoch wäre es sehr trübe und nicht so wohlschmeckend durch das Eisen und Mangan. Jedoch vor rund 150 Jahren blieb den Menschen nichts anderes übrig da es noch keine Filteranlagen wie heute gab.

Nach der Führung, die sehr interessant war, hatten alle die Möglichkeit Fragen an die Betreiber und an das anwesende Wasserwirtschaftsamt zu stellen. Was uns von der BI besonders interessierte, waren die eventuellen Auswirkungen des geplanten Kiesabbau der Fa. Krieger im Entenpfuhl. Dabei hatten wir erfahren, dass der Wald einen hervorragenden Filter darstellt und dass jeder Hektar, der unwiederbringlich abgeholzt wird, dadurch die Filterwirkung nachhaltig beeinträchtigt. Denn ein natürlich gewachsener Wald, wie es der Entenpfuhl ist, ist als natürlicher Filter nicht ersetzbar. Der gleiche Effekt kann dann nur durch aufwendige Filteranlagen und Wasseraufbereitung im Nachgang erreicht werden. Dementsprechend sind auch die Profis vor Ort gegen die Abholzung des Waldes zugunsten eines Zement- und Kieswerks.

Mit Kuchen und Glühwein am Entenpfuhl.

Bündnis 90 / Die Grünen – Ketsch und unsere Bürgerinitiative haben am 09. Februar trotz starker Winde zum gemütlichen Beisammensein am #Entenpfuhl geladen. Eine entspannte Runde von etwa dreißig Interessierten kam der Einladung gerne nach, trank Glühwein oder Punsch und tauschte sich aus.

Unser Sprecher Heinz Eppel erläuterte dabei gewohnt kompetent die Sachlage. Er betonte: “Wir können nicht nur an die Lage vor unserer jeweiligen Haustür denken, sondern wir müssen auch mit anderen Initiativen zusammen arbeiten.“

Was sich dank des Sturms „Sabine“ auch zeigte, war ein Aspekt der ganzen Problematik, der bisher seltener beachtet wurde: Der Entenpfuhl ist nicht nur für unser Klima und unser Trinkwasser wichtig, sondern er dient auch als Wind- und Erosionsschutz.

Erstmals kam bei dem Treffen auch unser Banner zum Einsatz.